Straßenhunde in Nepal: Warum sie Hilfe aus Deutschland benötigen

Deutscher Tierschutzverein hilft obdachlosen Hunden im Himalaya

 

Wiesbaden, den 19.06.2019

Nepal ist eines der ärmsten Länder der Welt. Viele Hunde leben dort alleine auf den Straßen. Sie hungern, werden angefahren und leiden oft unter schmerzhaften Krankheiten. Besonders in den höher gelegenen Bergdörfern droht ihnen der Kältetod, wenn nachts die Temperaturen auf bis zu minus 20 Grad Celsius sinken.

Um ihnen zu helfen, gründete die Nepalesin Sneha Shrestha 2014 das bisher einzige Tierheim „Sneha’s Care“ in Lalitpur bei Kathmandu, Nepal. Das Team rettet und impft Tiere, versorgt sie am Fundort oder im Tierheim, nimmt Kastrationen vor, und hält Vorträge über Tierschutz in Schulen und öffentlichen Einrichtungen.

Diese Arbeit finanziert Shrestha privat, öffentliche Gelder für ihr Tierheim erhält sie nicht.

Um Shrestha’s Arbeit zu unterstützen und die Finanzierung zu sichern, gründete die Wiesbadener Tierrechtlerin Daniela Zysk 2018 den Verein „Sneha’s Care Deutschland e.V.“.

Während einer Reise durch Nepal zwei Jahre zuvor bemerkte Zysk die vielen heimatlosen Hunde dort. „Mir war sofort klar, dass ich helfen wollte. Eine Mitreisende erzählte mir von Sneha’s Care, und ich nahm gleich nach meiner Rückkehr nach Deutschland Kontakt mit Sneha Shrestha auf“, schildert Zysk den Beginn der Zusammenarbeit mit den nepalesischen Tierschützern. Bereits ein knappes Jahr später reiste Zysk erneut nach Nepal, diesmal um vor Ort im Tierheim zu helfen.

Nepalesen haben kaum Geld für Spenden

Inzwischen ist sie mindestens einmal im Jahr in Nepal, und kennt die Probleme dort: „Spenden von Anwohnern sind äußert selten, denn die meisten Nepalesen haben kaum genug Geld, um ihre eigene Familie zu versorgen“, erklärt Zysk den Bedarf an Unterstützung aus Deutschland.

Und auch die Vermittlung von Hunden gelinge äußerst selten. „Zum einen liegt das daran, dass Hunde als Haustiere nicht sehr populär in Nepal sind“, so Zysk. „Und wenn jemand gerne einen Hund haben möchte, muss er dafür nicht in ein Tierheim gehen, sondern kann sich einfach einen der vielen Welpen von der Straße holen“, erklärt Zysk das Dilemma.

Hilfe aus Deutschland durch Spenden und Patenschaften

Deshalb setzt der deutsche Partnerverein neben dem Sammeln von Spenden insbesondere auch auf die Vermittlung von Hundepatenschaften. „Ein Hund in Sneha’s Care hat kaum Chancen auf Vermittlung, denn anders als bei Straßenhunden aus Spanien oder Rumänien ist  der internationale Transfer von Nepal sehr aufwendig“, weiß Zysk. „Deshalb versuchen wir, möglichst viele Patenschaften zu vermitteln, so dass der Unterhalt des Hundes bei Sneha’s Care gesichert ist.“

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Der Kalender enthält 12 Porträts unserer Tierheimbewohner, von ehemaligen Straßenhunden und Kühe bis hin zu geretteten Schweinen.

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